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Kurt Weill, Grzegorz Nowak, SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern, Bernhard Hartmann, Anja Silja, Julius Pfeifer, Alexander Yudenkov, Torsten Müller

Die sieben Todsünden

Quodlibet op. 9 from the Pantomime "Zaubernacht" op. 4

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CD/
Track
Titel   Dauer
1.1 Die 7 Todsünden Prolog
1.2 Die 7 Todsünden I. Faulheit
1.3 Die 7 Todsünden II. Pride
1.4 Die 7 Todsünden III. Zorn
1.5 Die 7 Todsünden IV. Völlerei
1.6 Die 7 Todsünden V. Unzucht / Lust
1.7 Die 7 Todsünden VI. Habsucht
1.8 Die 7 Todsünden VII. Neid
1.9 Die 7 Todsünden Epilog
1.10 Quodlibet op. 9 aus der Pantomime " Zaubernacht" op. 4 I. Andante non troppo
1.11 Quodlibet op. 9 aus der Pantomime " Zaubernacht" op. 4 II. Molto vivace
1.12 Quodlibet op. 9 aus der Pantomime " Zaubernacht" op. 4 III. Un poco sostenuto
1.13 Quodlibet op. 9 aus der Pantomime " Zaubernacht" op. 4 IV. Molto agitato
 
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SCM Hänssler
Art.-Nr.:
093.109.000
Compact Disc
Spieldauer:
 1:00 Std.
April 2004

*unverbindliche Preisempfehlung

Kurt Weill ist einer der bekanntesten Außenseiter des bürgerlichen Konzertbetriebes. Um so spannender ist die Auseinandersetzung mit seinem Werk. "Die 7 Todsünden" ist ein Werk aus der Zeit des ersten Exils in Frankreich. 1933 entstanden, ist es Frucht einer letzten Zusammenarbeit von Bert Brecht und dem Komponisten der "Dreigroschenoper". Ergänzt wird die Komposition durch ein frühes und wichtiges Orchesterstück, dem Quodlibet aus der Pantomime "Zaubernacht".

"Die sieben Todsünden" - damit meinte Brecht die 7 Todsünden der Kleinbürger. Wenn es um die persönliche Karriere, den gesellschaftlichen Aufstieg geht, werden die Todsünden kurzerhand zu Tugenden erklärt. Hauptfigur dieses im Auftrag von Georges Balanchine entstandenen Balletts mit Gesang ist das Mädchen Anna, das gewissermaßen als "doppeltes Lottchen" - Anna I und Anna II - auftritt. Der Lebensweg der "Heldin" Anna, die in Amerika ihr "Glück" machen soll, wird von der Familie, dargestellt durch ein Männergesangsquartett - das sich aus Gesangssolisten des SWR Vokalensembles Stuttgart zusammensetzt - kommentiert. Für Anja Silja ist die Anna eine Paraderolle.

Eine ebenso starke wie ironische Musik hat Kurt Weill für das Orchester komponiert. Gelegentlich bestimmt der von "Mahagonny" vertraute "Songstil" das epische Musiktheater. Aber auch durchaus sinfonische Passagen weisen daraufhin, dass Kurt Weill die Musik nicht nur als dramatisches Vehikel verstanden wissen wollte. Das von Grzegorz Nowak geleitete SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern spielt gerade diese autonome musikalische Qualität süffig aus. So kommt zum Epischen im Sinne der sozialen Kritik unvermutet ein kulinarischer Aspekt hinzu.

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  1. Hochauflösendes Cover (JPG)

Beteiligte Personen

  1. Kurt Weill (Komponist)
  2. Grzegorz Nowak (Dirigent)
  3. SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern (Orchester)
  4. Bernhard Hartmann (Bariton)
  5. Anja Silja (Sopran)
  6. Julius Pfeifer (Tenor)
  7. Alexander Yudenkov (Tenor)
  8. Torsten Müller (Bass)