Alexander Scriabin, Nikolai Obouhov, Anatoli Alexandrov, Arthur Vincent Lourié, Alexei Stanchinsky, Reinhold Gliere, Anatol Liadov, Nikolai Roslavetz, Samuil Feinberg, Jenny Lin, Ivan Wyschnegradsky
Preludes to a Revolution
Russian Piano Preludes 1905 - 1922
Klicken Sie auf ein Lautsprechersymbol für eine Hörprobe:| CD/ Track |
Titel | Dauer | |
|---|---|---|---|
| 1.1 | Prelude in Des-Dur op. 57/1 | 02:28 | |
| 1.2 | Prelude op. 26 No. 1 | 02:10 | |
| 1.3 | 5 Preludes Prelude I | 01:46 | |
| 1.4 | 5 Preludes Prelude II | 00:58 | |
| 1.5 | 5 Preludes Prelude III | 02:13 | |
| 1.6 | 5 Preludes Prelude IV | 01:48 | |
| 1.7 | 5 Preludes Prelude V | 01:59 | |
| 1.8 | Prelude | 01:18 | |
| 1.9 | Prelude en mode lydique | 02:13 | |
| 1.10 | 5 Preludes fragiles op. 1 Prelude I | 02:06 | |
| 1.11 | 5 Preludes fragiles op. 1 Prelude II | 01:25 | |
| 1.12 | 5 Preludes fragiles op. 1 Prelude III | 02:55 | |
| 1.13 | 5 Preludes fragiles op. 1 Prelude IV | 01:28 | |
| 1.14 | 5 Preludes fragiles op. 1 Prelude V | 02:39 | |
| 1.15 | 4 Preludes op. 10 Prelude I | 01:45 | |
| 1.16 | 4 Preludes op. 10 Prelude II | 01:30 | |
| 1.17 | 4 Preludes op. 10 Prelude III | 02:45 | |
| 1.18 | 4 Preludes op. 10 Prelude IV | 01:33 | |
| 1.19 | 5 Preludes op. 74 Prelude I | 01:12 | |
| 1.20 | 5 Preludes op. 74 Prelude II | 01:49 | |
| 1.21 | 5 Preludes op. 74 Prelude III | 00:54 | |
| 1.22 | 5 Preludes op. 74 Prelude IV | 01:33 | |
| 1.23 | 5 Preludes op. 74 Prelude V | 01:09 | |
| 1.24 | 7 Preludes (Prayers) Prayer I | 01:52 | |
| 1.25 | 7 Preludes (Prayers) Prayer II | 01:30 | |
| 1.26 | 7 Preludes (Prayers) Prayer III | 02:55 | |
| 1.27 | 7 Preludes (Prayers) Prayer IV | 03:09 | |
| 1.28 | 7 Preludes (Prayers) Prayer V | 01:10 | |
| 1.29 | 7 Preludes (Prayers) Prayer VI | 01:48 | |
| 1.30 | 7 Preludes (Prayers) Prayer VII | 01:15 | |
| 1.31 | 2 Preludes op. 2 Prelude I | 01:32 | |
| 1.32 | 2 Preludes op. 2 Prelude II | 02:11 | |
| 1.33 | 4 Preludes op. 8 Prelude I | 02:09 | |
| 1.34 | 4 Preludes op. 8 Prelude II | 02:38 | |
| 1.35 | 4 Preludes op. 8 Prelude III | 01:31 | |
| 1.36 | 4 Preludes op. 8 Prelude IV | 02:03 | |
| 1.37 | 5 Preludes Prelude I | 01:53 | |
| 1.38 | 5 Preludes Prelude II | 02:39 | |
| 1.39 | 5 Preludes Prelude III | 02:24 | |
| 1.40 | 5 Preludes Prelude IV | 01:56 | |
| 1.41 | 5 Preludes Prelude V | 01:58 | |
- SCM Hänssler
- Art.-Nr.:
- 098.480.000
- Compact Disc
- Spieldauer:
- 1:18 Std.
- März 2005
*unverbindliche Preisempfehlung
Mit zwei thematisch orienierten CD-Programmen hat die taiwanesisch-amerikanische Pianistin Jenny Lin schon aufhorchen lassen.
Nun ist eine weitere klug überlegte Zusammenstellung erschienen:
Préludes, die vor der russischen Revolution komponiert wurden und deren Verfasser in den Wirren der Zeit untergingen bzw. von den neuen Machthabern kaltgestellt wurden. Von einigen der Komponisten sind klingende Nachrichten schon längst im Westen angekommen, auch wenn man mit ihnen weniger vertraut ist als etwas mit Beethoven: Alexander Scriabin etwas oder Anatol Liadov. Andere, genannt seien nur Arthur Lourié, Samuel Feinberg oder Ivan Wischnegradsky, fristeten ihr Leben bis weit in die zweite Jahrhunderthälfte. Ihre Musik endlich zu Kenntnis zu nehmen und anzuerkennen, ist es an der Zeit und kaum eine unterhaltsam belehrende Edition als diese ist dafür denkbar. Diese wunderbaren Stücke für Klavier gehören gehört.
"Erwartungen konditionieren das Denken, so auch im Falle dieser Einspielungen der hoch interessanten New Yorker Pianistin Jenny Lin. ,Preludes to a Revolution’ hat Lin ihr Programm überschrieben. Im Untertitel werden uns russische Klavierpräludien zwischen 1905 und 1922 versprochen. Das erste stammt von Anatol Liadov. Er schrieb sein Prelude Op. 57/1 im Jahre 1905 unmittelbar nach der ersten russischen Revolution. Am 22. Januar 1905, der als so genannter Petersburger Blutsonntag in die Geschichte eingehen sollte, marschierten zehntausende Arbeiter unbewaffnet zum Winterpalais des Zaren, um ihre Forderungen nach bürgerlichen Freiheiten, einem Parlament, wirtschaftlicher Erleichterung und dem Achtstundentag zu verkünden. Die Menge wurde vor dem Palast von den zaristischen Truppen zusammengeschossen. Der Titel der CD und das Jahr der Entstehung von Liadovs Prelude schüren die Erwartung. Doch Liadovs Musik reagiert nicht auf die Politik. Der Komponist schreibt eine reizende Salonmusik, die Jenny Lin so gefühlvoll ertastet, dass sie wonniglich nach Vergangenheit schmeckt. So lässt uns diese programmatisch höchst reizvolle CD nicht nur eine Fülle unbekannter Klaviermusik kennen lernen, sie lehrt uns auch, dass wir unsere Sinne schärfen müssen für das, was Musik leisten kann.
Das Booklet enthält eine aufschlussreiche Zeittafel, die historische, künstlerische und politische Ereignisse dreier Dekaden einander gegenüberstellt. Eine gute Idee, die zu Querverbindungen anregt. Doch leider müht sich der Begleittext etwas zu sehr ab, die Musik als Reaktion auf politische Ereignisse, wie den Eintritt Russlands in den 1. Weltkrieg zu deuten. Spannender ist es zu sehen, welch revolutionäre Entwicklungen in kaum eineinhalb Jahrzehnten musikalisch statt finden. Zwischen Liadovs klingenden Pralinen und Nikolai Roslavetz’ eigenwilligen Kreationen in Zwölftonmanier liegt nicht nur der Untergang einer politischen Welt, sondern auch einer musikalischen.
Die bemerkenswerteste Leistung der jungen Pianistin ist ihre Wandlungsfähigkeit. Sie schafft es, die musikalischen Entwicklungen der Jahre zwischen 1905 und 1922 auf einer CD hörbar zu machen. Während die Preludes Liadovs, Alexei Stanchinskys oder Arthur Louriés noch die Moden der alten Welt beschwören, sich von Chopin und nicht von den Futuristen inspirieren haben lassen, ist sogar der Impressionismus in den Werken von Nikolai Roslavetz oder Samuel Feinberg bereits eine Erinnerung. Lin gestaltet ihre Musik so, als ob sie auf schwankendem Grund komponiert worden wäre. Das Neue, die herbe Tonsprache eines sich ankündigenden Expressionismus, formuliert sie mit härterem Anschlag und mit dynamischen Zuckungen. Dort, wo das Alte noch durchscheint, duftet es aber durchaus noch nach dem Parfüm einer bürgerlich aristokratischen Vergangenheit. So trägt das Konzept die amorphe Zusammenstellung der CD durchaus. Die Ankündigung einer Revolution reicht tatsächlich aus, um sich als Hörer darauf zu konditionieren, immer nach dem Neuen, dem Unerwarteten zu suchen. Und wer suchet, der findet natürlich auch." Thomas Vitzthum auf www.klassik.com
Downloads zum Produkt
» Alle Produkte von Alexander Scriabin Mehr von Alexander Scriabin
-
Timur Sergeyenia plays Bach, Schubert, Liszt, ...
Compact Disc
17,95 EUR
Mehr aus dem Sachgebiet
Beteiligte Personen
- Alexander Scriabin (Komponist)
- Nikolai Obouhov (Komponist)
- Anatoli Alexandrov (Komponist)
- Arthur Vincent Lourié (Komponist)
- Alexei Stanchinsky (Komponist)
- Reinhold Gliere (Komponist)
- Anatol Liadov (Komponist)
- Nikolai Roslavetz (Komponist)
- Samuil Feinberg (Komponist)
- Jenny Lin (Interpret)
- Ivan Wyschnegradsky (Komponist)


